In den Untergrund

Die Geschichte von Copper Dog ist eine Geschichte der Rebellion…

1707 verlagerte sich die gesamte schottische Whiskyproduktion in den Untergrund, da die britische Krone hohe Steuern auf den guten Stoff erheben wollte.

Besonders die Speyside, d.h. die Gebiete rund um die Ufer des Flusses Spey wurde eine Hochburg des Whiskyschmuggels, da auch hier die größte Ballung an Destillen zu finden ist.

Bis 1823 wurde fast die Hälfte allen Whiskies steuerfrei genossen, bis in besagtem Jahr das House of Lords die Industrie wieder unter ihre Kontrolle bringen konnte. Doch der Funke der Rebellion lebte weiter; in den Arbeitern der Destillen.

Der ursprüngliche Copper Dog

Die Stillsmen ließen sich nicht unterkriegen. Sie profitierten nicht von den Whiskysteuern und für sie selbst wurde ihr eigenes Produkt nahezu unerschwinglich.

Also wurden sie kreativ und schmuggelten wo sie nur konnten Whisky aus den unterschiedlichsten Destillen und stellten damit ihre eigenen Blends her.

Das wohl populärste Werkzeug des Schmuggels war der „Copper Dog“ – Ein Stück Kupferrohr, dass auf einer Seite mit einem Penny verschlossen war und auf der anderen Seite verkorkt war.

Der Copper Dog konnte einfach an einer Kette im Hosenbein versteckt werden und war so sicher vor Entdeckung.

Das Craigellachie Hotel

Die Idee für den Copper Dog Whisky entstand im Craigellachie Hotel im Herzen der Speyside. Eröffnet wurde es 1893 und wurde zum Anlaufpunkt für Highland-Reisende und Destillerie-Arbeiter gleichermaßen, die dort ihre Geschichten über Schmuggel und ihre Copper Dogs teilten.

2014 erhält das Hotel einen neuen Besitzer und der Hotelpub wird in „The Copper Dog“ umbenannt. Auch wird ein eigener Whisky in Auftrag gegeben.

Auch heute trinken Wanderer und Destillerie-Arbeiter Seite an Seite im Copper Dog Pub

Der moderne Copper Dog

Der Copper Dog Whisky ist eine Hommage an diese rebellischen Stillsmen.

Kreiert wurde er von Stuart Morrison, einem echten Speyside Original; aufgewachsen in Stirling, Schottland.

Copper Dog enthält nicht weniger als acht(!!!) Speyside Single Malts!

Das Ziel von Morrison war es, einen Whisky zu erschaffen, der komplex genug ist um für sich getrunken zu werden, aber der auch kräftig genug ist um in Longdrinks und Cocktails verwendung zu finden.

Packaging

Copper Dog kommt klassisch und wertig daher. das Frontetikett enthält alle wichtigen Informationen und noch einige Zusatzinfos wie z.B. das Batch.

Auf dem Rücketikett finden sich noch einige Informationen zur Historie.

Tasting – die Nase

Aus meinem Glencairn Glas steigen Aromen von Honig, Zitrone, Karamell, Kräutern und Malz.

Dominant sind klar die Karamell- und Malzaromen, die sofort einen vollen und sehr runden Eindruck vermitteln.

Auch nach einigen Minuten Standzeit ist die Dominanz der beiden ungebrochen, jedoch bekommt der Gesamteindruck eine leicht zitronige Qualität.

Tasting – Mund

Im Mund kommt Copper Dog sehr viel feiner daher, als es die Nase erahnen lassen würde.

Noten von Trockenobst, Pfirsich, Birne und Orangen gesellen sich zu den eher dunklen Aromen von Karamell, Honig und frisch gebackenem Brot.

Nachdem er etwas atmen konnte entwickelt er einen samtigen Schmelz, der von der brotigen Qualität sehr schön unterstrichen wird und sich dann sehr gut in die fruchtige Kulisse einfügt.

Fazit

Copper Dog muss sich tatsächlich vor dem Purgenuss nicht fürchten und ich persönlich bevorzuge ihn auch in dieser Rolle. Allerdings kann ich ihn mir auch sehr gut in klassischen Shortdrinks vorstellen.

Preis: ca. 30€

Alkoholgehalt: 40%Vol

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Trinkempfehlung: Neat, Rob Roy, Old Fashioned

Weitere Produkte in diesem Artikel:

Glencairn Glas

 

Photocredit: Michael Thurm


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